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Eine seltsame Faszination geht von den Briefwechseln der großen Meister aus, seien es die Aufklärer Voltaire & Friedrich, die Klassiker Schiller & Goethe, die eben erst vollständig edierten Briefe von Arnim & Brentano -- die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Umso interessanter, wenn zwei auf den ersten Blick so unterschiedliche Künstler miteinander sprechen, einander schreiben, und wir können ihnen über die Schulter blicken; mit einer Mischung aus neidischem Voyeurismus und andererseits in der Hoffnung, in ihnen auch nur "Menschen-wie-du-und-ich" zu entdecken.
Simenon und Fellini haben sich erst spät in beider Leben kennen gelernt, und so sind ihre Briefe voll selbstzweifelnder Auseinandersetzung mit dem eigenen Alter und der schwindenden Schaffenskraft, mit der Frage, ob noch etwas "Neues" zu schreiben bzw. zu drehen sei. Dabei geraten sie gelegentlich ins Grundsätzliche, was vor allem deswegen spannend ist, weil sich beide nicht für große Theoretiker ihrer Kunst halten, sondern eher vom Besonderen ihrer Existenz sprechen.
Das mag manche enttäuschen, die sich von diesem schmalen Bändchen etwas Aufklärung über das Fundament, das Handwerk und den entsprechenden Überbau gewünscht haben. Dafür fallen einige kleinere Früchte vom Baum der Erkenntnis, die sowohl die Briefe als auch das mitabgedruckte Gespräch von 1977 zu einer ergiebigen, geradezu wohltuenden Lektüre machen.
Bleibt nur noch die Frage, ob Diogenes nicht gleich einen umfangreicheren Brief- und Dokumentband hätte bringen können. Der Briefwechsel selbst nimmt 90 Seiten ein, mit Vorwort und Interview kommen wir immerhin auf 130. Vielleicht könnte man für die Taschenbuchausgabe noch den ähnlich knappen Briefwechsel mit André Gide dazupacken. 30 Mark für dieses nette (und von Linde Birk einwandfrei aus dem Französischen & Italienischen übersetzte) Bändchen sind zwar nicht unbedingt übertrieben; aber eben auch nicht gerade wenig. --Hannes Riffel
